Generation C64

Gut da gehöre ich nicht dazu, ich bin eher Generation Super Nintendo oder Generation Pentium90 oder so. Aber ich denke ich passe sehr gut in das gesellschaftliche Bild das vom Author des SpOn Artikels gezeichnet wird.

Gleichzeitig leben in diesem Land an die 20 Millionen Menschen zwischen 15 und 35 (um mal eine willkürliche Grenze für die Angehörigen der Generation C64 zu ziehen), in deren Leben digitale Technologie eine zentrale, eine vor allem selbstverständliche Rolle spielt. Für die das Internet nicht “der Cyberspace” ist, sondern ein normaler Teil ihres Alltags, ebenso wie Telefone für die Generationen davor.

Das trifft schonmal ganz arg auf mich zu =) Nett finde ich auch folgenden Auszug:

Deutschlands politische Führungsspitze, so der Tenor von zahllosen Blog-Beiträgen, Foren-Postings und Mensa-Witzeleien, ist nicht im Netz angekommen. Daran ändern auch teure Partei-Web-Seiten, Verlautbarungs-Blogs und Podcasts nichts.

Ganz meine Meinung!

Wer sich den ganzen Artikel reinziehen will – Klick

Geschrieben in interestilicious,webalicious by Zentur| Kommentare aus |

Es ist geschafft! aber das nächste sinnlose Gesetz steht schon vor der Türe

Update

Schön das es immer mehr Leute in Deutschland zu geben scheint die es, wie mich,  einfach nervt was momentan geschieht! Auf Popkulturjunkie habe ich nun einen Text gelesen der es nicht treffender beschreiben könnte was in Berlin gerade schief läuft!

Und Herr von und zu Guttenberg, sie sind gerade ziemlich gefallen auf meiner Popularitätskala! Aber lest selbst.

ein schrei

Originalmessage

Ok der 1. Schritt ist geschafft, die ePetition hat seit gestern 50.000 Unterschriften gesammelt!

Und das in nur knapp 3 Tagen!

Ich hoffe doch mal das die Politfreaks in Berlin nun endlich mal zur Vernunft kommen und diese sinnlose Gesetzesvorlage wieder kippen!

Und ich möchte das  hier nochmals Klarstellen, das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Unerfreulicherweise steht aber schon das nächste Thema  an, das Verbot von Paintball.

Ich bin kein großer Paintball Fan, ich habe es noch nie gespielt, noch nicht mal so einen Markierer (Jawohl das ist keine Waffe man nennt sie Markierer) in der Hand gehabt. Also bin ich, sagen wir mal ein totaler Noob in Sachen Paintball, und somit eigentlich für die Wahlkampfpropaganda von der großen Koalition empfänglich, trotzdem sehe auch da keinen Sinn für ein Verbot. Mir wird es einfach nicht klar wo diese Jungs in Berlin einen Zusammenhang zwischen Amokläufen, wie z.B. dem in Baden-Würrtemberg,  und Paintball zu finden glauben.

Ich frage mich die ganze Zeit schon warum ich so gegen dieses Verbot von Paintball bin, obwohl es mich ja überhaupt nicht betrifft. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach, ich bin leidenschaftlicher Zocker! Und diese Diskussion ähnelt der über sogenannte “Killerspiele” doch sehr stark! Und ich denke es werden einfach beide Freizeitbeschäftigungen unfair behandelt.

Also liebe Politiker, verbietet bitte demnächst die Bundeswehr, weil da wird man wirklich zum töten ausgebildet. Mit richtigen Waffen und Kriegsspielen und so. Ich sprech da leider aus Erfahrung!

Geschrieben in interestilicious,webalicious by Zentur| Kommentare aus |

ePetition gegen die geplante Internetzensur

Hallo Leserschaft,

vor kurzem habe ich schon einen Artikel geschrieben mit einem verlinkten Text  von Jens Scholz warum es bei dieser Internetzensur Geschichte rein nur um die Zensierung des Internets geht.

Nun regen sich immer mehr Netzbürger, Geeks, Nerds und Leute die einfach internetaffin sind über diesen Gesetzesentwurf auf und möchten etwas dagegen tun. Nur wohin ? Ganz einfach man unterschreibt eine ePetition auf der Bundestagsseite! Das ist doch wie für uns gemacht oder nicht ?

Also ich möchte euch alle dazu aufrufen euch einen Account beim offiziellen ePetition Forum des Bundestages zu erstellen und die ePetition mit zu zeichnen, das kostet euch 5 Minuten eurer kostbaren Zeit dafür könnt ihr aber euer Gewissen beruhigen das ihr was gegen die Zensur getan habt.

ePetition gegen die geplante Internetzensur

Falls ich mich nicht verrechnet habe müsste das oben der Countdown sein ab wann wir die benötigten 50k Unterschriften zusammen haben. Die aktuelle Unterschriftenrate liegt bei 10 Unterschriften pro Minute.

Update:

Hier noch ein Artikel der c’t der nochmals sehr sachlich schildert was für ein Schnellschuss dieser Gesetzesentwurf ist.

Die Argumente für Kinderporno-Sperre laufen ins Leere c’t

Geschrieben in interestilicious,webalicious by Zentur| 1 Kommentar |

Es geht um Zensur um nichts anderes

So da langsam aber sicher hier in DE ganz viele Sachen falsch laufen, und mir das auch durchaus ziemlich auf Keks geht und ich bei Nerdcore diesen super Text von Jens Scholz gelesen habe und ich euch den nicht vorenthalten darf posten wir das einfach mal =)

Da reiben sich gerade so viele die Hände, daß man eigendlich ein beständiges Rauschen hören müsste. Die Idee, das Thema Kinderpornografie als Popanz vorzuschicken, um das nun geplante Internet-Zensursystem einzuführen war aber auch wirklich eine richtig gute. Hat das ja zuvor mit den Themen Terrorismus und Internet-Kriminalität nicht wirklich hingehauen, kann man hier spitzenmäßig mit dem Holzhammer wedeln und Kritiker einfachst diffamieren, indem man die eigentliche Kritik ignoriert und ihnen vorwirft, sie wollten die Verbreitung von Kinderpornografie schützen. Wie schnell schon der Vorwurf zum beruflichen und gesellschaftlichen Tod führen kann, zeigte man nur wenige Wochen zuvor ja schonmal anschaulich am Exempel Tauss (der übrigens natürlich nicht im Netz “erwischt” wurde, sondern über Handykontakte und DVDs per Post).
Aber ich schweife schon wieder – wie es durch die Wahl dieses Themas ja auch gewünscht ist – ab.
Denn das Problem, das die Kritiker haben, ist ja natürlich nicht, daß man den Zugang zu Kinderpornografie sperren will, sondern das Sperrinstrumentarium, das man dazu baut. Schaut man sich das an, merkt man schnell: Es geht nicht um Kinderpornos und wie man dagegen vorgeht. Ging es nie.
Es geht um die Installation eines generellen technischen Systems und die generelle Art und Weise, wie es betrieben wird: Es geht darum, daß eine waschechte, diesen Namen zu Recht tragende, Zensur ermöglicht wird. Auch wenn die zunächst gesperrten Websites tatsächlich nur Kinderpornografie beinhalten (was die Liste eigentlich extrem kurz halten müsste) wäre sowohl die Technik, die Verwaltung und sogar die Psychologie installiert, um sofort eine effektive Zensur betreiben zu können.

Technik

Die Provider sollen ihre Nameserver so umbauen, daß Webseiten, die das BKA aussucht und ihnen nennt, nicht erreichbar sind und dem Nutzer bei Aufruf stattdessen eine Sperrseite angezeigt wird. Gleichzeitig soll das BKA jederzeit abrufen könne, welche Nutzer auf Webseiten aus dieser Liste zugreifen wollten und stattdessen auf die Sperrseite geleitet wurden.

Ein normaler Internetnutzer, der seinen Nameserver nicht auf einen freien DNS-Server umstellt, sieht bestimmte Seiten nicht und erhält die Mitteilung, er wolle sich gerade Kinderpornografie ansehen. Ob das stimmt, weiß er nicht und nachprüfen darf er das auch nicht, da ja schon die Suche nach Kinderpornografie strafbar ist. Der Nutzer muss sich in diesem Moment weiterhin im Klaren sein, daß er gerade etwas getan hat, was das BKA als illegal ansieht und als Grund ansehen kann, gegen ihn vorzugehen.
Die allein schon technisch verursachten Risiken für jeden Internetnutzer sind immens, noch dazu, weil man damit auch noch eine perfide Beweisumkehr eingebaut hat: Sie müssen künftig ihre Unschuld beweisen, z.B. daß sie “versehentlich” die gesperrte Seite angesteuert haben. Viel Spaß beim Versuch, Richtern TinyUrls, iFrames, Rootkitangriffe, Hidden Scripting und so weiter zu erklären, wenn Sie überhaupt wissen, was das ist.
Die Lösung zunächst: Den Nameserver umstellen, um sich dieser Gefahr vollständig zu entziehen. Geht schnell und kann jeder.
Die Technik ist allerdings interessanterweise das kleinste Problem in dieser ganzen Geschichte. Es gibt Staaten, die in ihren Zensurbemühungen schon wesentlich weiter sind. Die Menschen dort können dennoch sowohl anonym als auch unzensiert das Internet benutzen. Das Internet ist von Nerds gebaut worden. Ein Staat kann da so viel fordern wie er will, er wird das Netz auf technischer Ebene never ever kontrollieren können.

Verwaltung
Hier liegen die springende Punkte, die das Ganze zum Zensurinstrument machen:
1. Die gesperrten Inhalte stehen auf einer Liste, die das BKA direkt und ohne Prüfungsinstanz erstellt und die die Provider möglichst ohne sie anzuschauen zu installieren haben. Es entscheidet kein Richter über den Inhalt, es überprüft keine unabhängige Institution über die Rechtmäßigkeit, es gibt keine Regelung, wie Adressen überhaupt wieder von der Liste gelöscht werden könnten. Die Polizei, die Verbrecher verfolgt, bestimmt, welcher Wunsch nach welcher Information ein Verbrechen ist. Vorab zu definieren, was ein Verbrechen ist und hinterher darüber zu entscheiden, ob ein Verbrechen begangen wurde ist aber nicht Aufgabe der Polizei.
2. Die Liste ist geheim. So lange diese Liste nicht in die Öffentlichkeit gerät kann alles drinstehen und nichts davon muss gerechtfertigt werden. Wer das in Frage stellt wird zum Verdächtigen. Wie Zensur in Reinform eben funktioniert.
3. Der Gesetzentwurf ist schwammig genug, daß das BKA im Prinzip alles in die Liste setzen kann. Da im Web jeder Inhalt nur einen Klick weiter vom letzten entfernt ist und das Gesetz möchte, daß auch “mittelbare” Seiten gesperrt werden können, kann somit de facto auch jede Seite gesperrt werden.
4. Das System soll die direkte Verfolgung von Zugriffen erlauben. es wird nicht nur gesperrt, sondern es kann auch nachgeschaut werden, wer sich die gesperrten Seiten ansehen will. Dies kann dann Anlass für verdeckte Überwachungen, Hausdurchsuchungen und andere existenzbedrohende Vorgänge sein.
Die Staatsanwälte dieses Landes üben ja seit einiger Zeit kräftig an der Vorverurteilungsfront, indem Sie inzwischen gerne mal Pressemitteilungen über eingeleitete Verfahren rausgeben und die Presse direkt zu möglichst spektakulär und öffentlichkeitswirksam inszenierten Verhaftungen mitnehmen (Zumwinkel, Tauss, Frau B.).

Psychologie
Womit wir schon beim gewünschten Effekt von Zensur sind: Die Einführung der Schere im Kopf. Die wirksame Selbstzensur, weil man nicht weiß, was eventuell passiert, wenn man zu laut und deutlich Kritik äußert. Die Geheimhaltung der Sperrliste und ihre völlige Unverbindlichkeit durch das Fehlen jeglicher Kontolle ist ein bewußt eingesetzes Instrument, um Verunsicherung zu erzeugen.
Ein anderes ist die Verknüpfung mit dem Thema Kinderpornografie, womit wir wieder am Beginn dieses Artikels wären. Man weiß ja inzwischen, daß auch nur der leiseste Ruch, man könnte eventuell irgendwas mit Kindesmissbrauch und Pädophilen zu tun haben, die Existenz vernichten kann, selbst wenn hinterher rauskommt, daß tatsächlich nichts an den Vorwürfen dran war. Wie nahezu generell nichts rauskommt. Das ist ein so extrem starkes und wirksames Druckmittel, was natürlich beispielsweise ein Herr Gorny sofort erkennt, weil sein Versuch, diese Schere im Kopf einzuführen (durch den Versuch, Filesharing als schreckliches Verbrechen zu diskriminieren), wirkungslos blieb und er sich nun an den besser funktionierenden Trigger dranhängt (indem er Urheberrechtsverletzung mit Kindesmissbrauch gleichsetzt).

Die Justizministerin gibt dann noch Tipps in die richtigen Richtungen, die natürlich prompt reagieren. Überhaupt, das mal ganz nebenbei, finde ich es immer wieder seltsam, daß Frau Zypries immer wieder als Warnerin vermittelt wird. Dabei war – so sagt sie zumindest – sie es, die den Gesetzentwurf gegenüber dem Vorabvertrag von Frau von der Leyen verschärfen ließ und dieser nun schon den Zugriff auf Stopp-Seiten verfolgen lassen will.

Um die Frage zu beantworten, warum und wann es in einer Gesellschaft überhaupt dazu kommen kann, daß ein Teil davon meint, einen solchen Eingriff vornehmen zu müssen und der andere Teil (zu dem ich u.a. mich zähle) darin ein so massives Unrecht sieht, das es zu bekämpfen gilt, kann man sich bitte den Artikel “Kampf der Kulturen” drüben bei netzpolitik.org durchlesen.

(via)

Geschrieben in interestilicious,webalicious by Zentur| 1 Kommentar |

Streik von Spreeblick wegen Internetzensur

Schöne Aktion von Spreeblick gegen die wohl kommende Internetzensur.

Wir unterstützen die Bundesregierung in ihrem Bestreben, dem Missbrauch von Menschen und speziell Kindern ein Ende zu bereiten, bezweifeln jedoch auf Grundlage vieler Expertenmeinungen, dass dieses Bestreben der wahre Grund für die angekündigten Sperrungen ist.

Die geplante technische Umsetzung auf Basis von Sperrlisten halten wir für laienhaft, wirkungslos und unter Umständen kontraproduktiv. Wir fordern die Bundesregierung auf, die durch die Listen offensichtlich bekannten illegalen Websites zu schließen und ihre Urheber bzw. Betreiber strafrechtlich zu verfolgen.

Besser könnte ich es auch nicht sagen, und ich finde es schlimm das wir langsam zum Überwachungsstaat werden. Wer sich mir und Spreeblick anschließen möchte, hat hier die Möglichkeit mitzudemonstrieren.

George Orwell lässt grüßen!

Geschrieben in interestilicious,webalicious by Zentur| Kommentare aus |

Aus gegebenem Anlass

Schönes neues Netz – Deutschland im Jahre 2015

Um die Schwächsten unserer Gesellschaft, unsere Kinder, zu schützen, hatte die CDU-Regierung nach ihrem historischen Wahlsieg im Jahre 2009 deutsche Internetprovider erstmals gesetzlich dazu gezwungen, bestimmte Angebote des „alten Netzes“ zu sperren.

Sehr guter Text wie es bei uns bald aussehen könnte wenn Politiker nicht bald ihr Hirn einschalten. Internetzensur ist sicherlich nicht die Lösung von Problemen wie Terrorismus und Kinderpornographie. Zumal schon jetzt bewiesen wurde das der Filter recht simpel ausgetrickst werden kann, also Politiker lasst es doch einfach bleiben!

Jaja orwells 1984 wird sicherlich bald Realität, es spricht zumindest mal viel dafür.

(via)

Geschrieben in webalicious by Zentur| 1 Kommentar |